Vorsorgekapital nicht missbrauchen

Vorsorgekapital nicht missbrauchen

Das Pariser Klimaübereinkommen erstreckt sich auch auf Finanzflüsse. Manche Schweizer Pensionskassen wollen dem nachleben - zulasten der künftigen Rentner.

Vergangene Woche hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron überraschend eine kurze Klimakonferenz einberufen, die von den Medien als «Macron-Klimashow» belächelt wurde. In der Tat schien Macron mit den sattsam bekannten apokalyptischen Warnungen eher seine eigene Bedeutung als diejenige der Klimaproblematik hervorheben zu wollen.

Immerhin wurden aber auch konkrete Bemühungen angesprochen, um die Verteilung privater und öffentlicher Investitionsmittel zugunsten des Klimaschutzes zu beeinflussen. Internationale Entwicklungsbanken und Finanzinstitutionen der G-20-Länder stecken heute immer noch viermal so viele Mittel in fossile Energien wie in «grüne» Alternativen. Die Weltbank hat deklariert, ab 2019 keine Projekte mehr zur Gewinnung von Öl oder Gas fördern zu wollen. Mehr als 200 institutionelle Investoren wollen künftig Druck auf die grössten industriellen Emittenten von Treibhausgasen ausüben.

Diese Bemühungen entsprechen dem Klimaübereinkommen von Paris, das in Art. 2 Abs. 1 Lit. c die Signatarstaaten verpflichtet, ihre Finanzmittelflüsse in Einklang zu bringen «mit einem Weg hin zu einer hinsichtlich der Treibhausgase emissionsarmen und gegenüber Klimaänderungen widerstandsfähigen Entwicklung». Die Schweiz steht mit der Ratifizierung des Übereinkommens auch in dieser Pflicht, was natürlich die Frage aufwirft, wie in unserer freiheitlichen Wirtschaft und Gesellschaft überhaupt eine klimaverträgliche Lenkung von Finanzmittelflüssen erreicht werden könnte.

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(Leitartikel von Markus Saurer in FuW, 20. Dezember 2017, S. 3.)


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