Martin Schlumpf: Energiestrategie gleicht einem Vabanquespiel

Martin Schlumpf: Energiestrategie gleicht einem Vabanquespiel

Leicht verändert und eingebettet in Befürwortern im TA

Meine Position geht aus einem meiner Leserbriefe hervor:

Kaum mehr Solarstrom im letzten Januar

(Leserbrief zu „Atomkraft war günstig...", Interview mit Bundespräsidentin Leuthard, 8. April 2017)

Frau Leuthard bedauert, dass der Anteil der neuen Erneuerbaren erst 4.5 Prozent des Strommix beträgt. Sie sagt nicht, dass Sonne und Wind, auf die sich die Energiewende abstützt, daran nur mit 2 Prozent beteiligt sind. Aber auch diese Jahresdurchschnittszahl verschleiert das eigentliche Problem: die Winterknappheit. Betrachten wir nur die Solarstromerzeugung, da Windanlagen bei uns kaum existieren, so zeigt sich, dass im letzten Januar sämtliche Solarpanels lediglich 0.3 Prozent des Landesverbrauchs in diesem Monat gedeckt haben (vgl. untenstehende Grafik). Das ist 70 mal weniger als die drei damals in Betrieb stehenden KKW – und das bei praktisch gleicher Ausgangsleistung! In der sonnenärmsten Woche des Januar fiel dann der Beitrag zum Verbrauch nochmals auf nur noch 0.13 Prozent und am sonnenärmsten Januartag sogar auf 0.02 Prozent zusammen. Der Ertrag aus Solarpanels fällt im Winter also bis zu einem Prozent seiner Jahresdurchschnittserzeugung zusammen! Und selbstverständlich nützt da auch jeder weitere Ausbau kaum. Und da bisher auch keine neuen Speichermethoden in Sicht sind (Power-to-Gas-to-Power erzeugt 80 Prozent Verlust) gleicht die vorgeschlagene Energiestrategie einem Vabanquespiel: vielleicht hat dann Deutschland oder Frankreich noch überflüssigen Kohle- oder Atomstrom, den wir importieren können.

Martin Schlumpf, Würenlingen

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