Kürzer Duschen dank Live-Feedback

Kürzer Duschen dank Live-Feedback

Bahnbrechende Erkenntnis einer ETH-Studie: Wer dank einer Anzeige an der Duschbrause live mitverfolgen kann, wie viel Wasser und Energie er während des Duschens verbraucht, der duscht sparsamer. 

Das ist die Haupterkenntnis einer empirischen Studie. Diese Untersuchung hat Bedeutung über den eigentlichen Studiengegenstand hinaus: Sie stützt die Vermutung, dass Echtzeit-Feedback einen erheblichen Beitrag zu einem sparsameren Umgang mit Energie leisten kann.

Zum vollständigen Artikel „Wer bewusst duscht, duscht kürzer".


Kommentar

Mit dieser Erkenntnis dürfte das disruptive Energiesparpotenzial bei der Körperpflege aber noch lange nicht ausgereizt sein. So vermute ich aufgrund militärischer Beobachtungen, dass selbst ohne Live-Feedback nur sehr kurz geduscht wird, wenn die Wassertemperatur sehr niedrig gehalten wird. Die Behörden sollten deshalb darauf hin arbeiten, dass die Boilertemperaturen und die Mischvorschriften so angelegt werden, dass die Dusche nur noch mit 15 bis maximal 18 Grad Celsius warmem Wasser alimentiert wird. 

Dies würde nebst massiven Energieeinsparungen zudem erhebliche Kneipp-Gesundheitsvorteile für den Kreislauf der Duschenden mit sich bringen. Hinzu käme ohne Zweifel ein höchst sparsamer Einsatz an Duschgel und Haarschampoo mit grossen dermatologischen Vorteilen. In der Tat hat das renommierte Wissenschafts-TV-Magazin "Galileo" vor kurzem in einem eindrücklichen Selbstversuch eines Moderators aufgedeckt, dass der menschliche Körper sehr wohl fast ohne (externe) Körperpflege und vor allem ohne Körperpflegemittel auskommt.

Hier liegt für die Energiepolitik offenbar noch ein immenses Effizienzpotenzial brach.

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