Leserzuschrift: Jetzt hat es doch noch die NZZ erwischt!

Leserzuschrift: Jetzt hat es doch noch die NZZ erwischt!

Auch in der Papierausgabe der NZZ vom 22. Mai 2019 erschienen unter dem Titel: "Mehr Power gegen den drohenden Strommangel"

Die haben wohl «Der Spiegel»* gelesen? Wenn sogar selbiger in Panik macht, muss wohl was dran sein. Aber zuvor fast nur Lobhudelei für den Leuthard'schen Energietraumwandel 2050 – nix wenigstens normal kritischer Journalismus. Die eigene Glaubwürdigkeit wurde auf dem Altar der 'political correctness' geopfert. Unschön, liebe NZZ. Wir haben schon genug mit 'his masters voice' Utopien in linksdralligen Staatsmedien zu kämpfen.

Jetzt ist anscheinend hastig Energiepanik angesagt. Ja, bitte. Warnen? Damit wir nicht unsere finanziellen Mittel, unsere wissenschaftlichen Energien verschleudern, beim klimatischen Schattenboxen, dem nutzlosen Modelle basteln, sträflichem Ablasshandel von kaum verifizierbaren Zertifikaten voll von gasigen parts per million. Freitäglicher Stromstreik, Stromnotstand ausrufen! Wäre wenigstens logischer, 'tangible' Probleme zu thematisieren - for a change.

Ohne KKW – und bald keine Kohle mehr in Deutschland –, gibts kaum eine andere kurzfristige Lösung für die Schweiz als Gas. Kombikraftwerke, um schnellstens die – für einmal – wirklich existentielle Bedrohung zu reduzieren. Gas vom freundschaftlichen Norwegen, US LNG Exports, etwas wirtschaftliche Landesverteidigungs-Investitionen in Verteilungs-Infrastruktur in Europa, auch Rheinschiffe, LNG als Ladung, so kann man eine gute Versorgung in ein paar Jahren stemmen. Auf alle Fälle sicherer als das Chaos das sich jetzt anbahnt.

Befürchtung: Da unsere Klimakoryphäen und ihre politische und mediale Mainstream-Clique sich schon so auf den «Klimakiller» CO2 versteift («nur das Pariser Abkommen wird die Welt retten»)' und geistig paralysiert haben, wird wenig geschehen bis wohl –wie in Australien – die 'rolling blackouts' kommen.

Auf den integrierten EU E-Markt zählen, ist Unsinn: Wenn Strom fehlt in Europa – das wird er – nützt das schönste Abkommen nichts. Zudem sind wir seit 1958 integrierter Teil des europäischen Verbundnetzes. Ohne die Schweiz geht nichts im Strommarkt Europa (https://www.swissgrid.ch/de/home/operation/power-grid/star-of-laufenburg.html). Wir sollten diesen Trumpf nicht duggimüsig verspielen.

Es ist unheimlich: Man spielt mit sisyphoswürdigen CO2-Saugern, isoliert Wohnraum, aber installiert stromfressende Lüftung, elektrische Wärmepumpen, Elektroautos werden gepushed, für die es keinen zusätzlichen Strom gibt, sowieso die Ampères fehlen. Man will, ideologiegetrieben, Wind- und Sonnenkapazitäten bauen, die noch mehr null produzieren wenn null Wind und dunkle Nacht.

God help us, um uns selber zu helfen. Strom zu produzieren. Sofort.

Werner


*Der Spiegel Nr. 19, 4.5.2019 «Murks in Germany»

Referat: Energiestrategie 2050 - gut unterwegs ode...
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