Weitere Erkenntnisse im Zusammenhang mit Windparks

Weitere Erkenntnisse im Zusammenhang mit Windparks

Als guter Weltenbürger leistet man heute Verzicht, darauf wird man schliesslich täglich getrimmt. Stellen Sie sich vor, Sie wollen auch aktiv einen Beitrag zum Schutz von was auch immer leisten - d. h. kein Leugner sein - können jedoch auf Grund ihrer Lebenssituation nicht auf ein individuelles motorgetriebenes Fahrzeug verzichten. Also schaffen Sie sich ein solches an, keinen Luxus, sondern eines, welches auf der Autobahn gerade einmal die erlaubten 120 [km/h] erreicht. So mindestens wird Ihnen vom Hersteller und Lieferanten beim Kauf versprochen, und Sie entschliessen sich für den Abschluss des Geschäftes.

Mit Freude nehmen Sie einige Zeit später das Gefährt in Betrieb und müssen leider feststellen, dass dieses nicht einmal 60 [km/h] auf die Strasse bringt. Auf Ihrer täglichen Fahrt zur Arbeit dürfen sie somit die Autobahn nicht benützen. Skandalös wäre so was.

Fiktion? Nein, wenn man die Planungswerte von Windanlagen mit den effektiv erbrachten Produktionsdaten vergleicht, dann findet man genau solche Diskrepanzen wie beschrieben. In der unten aufgeführten Tabelle sind die Produktionsdaten von 58 Windgeneratoren an 18 verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg dargestellt, welche alle in den Jahren 2016 und 2017 gebaut wurden und in 2018 das erste volle Betriebsjahr hatten.

Tabelle 1
Standort, Anzahl Plandaten und effektiv erbrachte Produktion von Windanlagen in Baden Württemberg, erstellt in den Jahren 2016 und 2017


Vergleicht man nun die Planvorgaben (Planungsreverenz) in Spalte E mit der effektiv erbrachten Jahresproduktion gemäss Spalte H, dann findet man die Werte, die versprochen wurden, zu jenen die tatsächlich geliefert wurden unter Spalte I. Anzufügen ist, dass ein Teil dieser Anlagen nicht weit der Heimat stehen. "Verenaforen" ist ein Gebiet auf dem Reiat, dem östlichsten Ausläufer des Juras, die Anlage steht auf D-Gebiet welches auf drei Seiten von Schaffhauser Gebiet umgeben ist, so ist das kantonale E-Werk auch Miteigentümerin der Anlage. Eine Schweizer Anlage sozusagen, gebaut unter Umgehung der Schweizer Bewilligungspraxis (?).

Zurück zum eingangs gewählten Beispiel: Ausgewähltes Gefährt würde nach diesem Beispiel im Mittel gerade mal 53,4 [km/h] auf die Strasse bringen, an Stelle der versprochenen 120 [km/h]. Im Falle des Strassenfahrzeuges wäre so was wie bereits angedeutet inakzeptabel. Aber die Windtechnik als Element zur Umsetzung der Energiestrategie wird trotz der schlechten Produktionswerte nach wie vor von offizieller Seite gefordert und gefördert.

Bereits mehrfach wurde in CCN-Blogs und CCN-Schriften darauf hingewiesen, dass die Anwendung von Windkraft (wie auch von Photovoltaik) sich nach rein ökonomischen Ansätzen nie rechtfertigen lässt. Die Produktionsdaten aus obiger Tabelle, wie auch diejenigen, welche ich bereits in meinem Blog vom April 2019 (Dichtung und Wahrheit der Energiewende) gezeigt habe, sprechen eine deutliche Sprache: Ohne Support-Systeme, welche dann einspringen, wenn "Wind" nichts liefert, kann keine Versorgung sichergestellt werden. Konkret bedeutet dies auch: man muss mindestens zweimal in die notwendige Leistung investieren!

So langsam dämmert es auch in unserem nördlichen Nachbarland, wie folgender interessanter Filmbeitrag zeigt: https://www.spiegel.tv/videos/161695-windkraft-ohne-saft

The Footprint Fallacy
Ferroni vs. Novotny / Glauben oder Wissen - Streit...
 
Tunen Sie Ihr Auto, Herr Höhener!

Montieren Sie an ihrem Auto andere Vorderräder, welche nur halb so gross sind wie die Originalräder. Dann fährt Ihr neues Auto auch auf ebener Strecke immer bergab und deshalb doppelt so schnell. Auch reduziert sich der Treibstoffverbrauch pro km sogar um die Hälfte!! Sie müssen beim Kaufentscheid nur darauf achten, dass der Tachometer ihres neuen Autos von der Vorderachse angetrieben wird.

Montieren Sie an ihrem Auto andere Vorderräder, welche nur halb so gross sind wie die Originalräder. Dann fährt Ihr neues Auto auch auf ebener Strecke immer bergab und deshalb doppelt so schnell. Auch reduziert sich der Treibstoffverbrauch pro km sogar um die Hälfte!! Sie müssen beim Kaufentscheid nur darauf achten, dass der Tachometer ihres neuen Autos von der Vorderachse angetrieben wird.
Hans Rentsch am 15.05.2019
Guter Rat!

Ihre neue Aktivität, ironische bis zynische Kommentare zum Unsinn des politischen Opportunismus zu schreiben, ist mindestens so unterhaltsam wie Ihr früherer Kampf gegen die Behörden! Danke!

Ihre neue Aktivität, ironische bis zynische Kommentare zum Unsinn des politischen Opportunismus zu schreiben, ist mindestens so unterhaltsam wie Ihr früherer Kampf gegen die Behörden! Danke!
Siegfried Hettegger am 06.05.2019
Windkraftanlagen Gries VS mit Leistungsfaktor 6.49% in 2018

Vielen Dank für den Beitrag, der zeigt, dass auch in Baden-Württemberg die Auslastung bei unter 20% und damit ähnlich niedrig liegt wie im Schwachwindland Schweiz. Unklar sind mir aber die Zahlen zur Planungsreferenz. Worauf beziehen sich diese, sind das Angaben des Herstellers unter Sollbedingungen? Man müsste aber die konkreten, auf Windmessungen basierten Planwerte heranziehen.

Auch diese konkreten Planwerte der Betreiber liegen meist deutlich über den tatsächlichen Produktionswerten. Verenafohren bei SH produzierte 2018 trotz überdurchschnittlichen Windbedingungen um 18% weniger Strom als geplant (https://www.ee-news.ch/de/wind/article/40424/windpark-verenafohren-erwartet-trotz-mittelmassigem-jahresertrag-ausgeglichenes-jahresergebnis-2018). Siehe dazu auch den Fachkommentar "Windhöffigkeit 2018 am Standort der Windkraftanlage Verenafohren" von Dipl. Math. Ulrich Murschall (https://docs.wixstatic.com/ugd/b48525_96b6649385f046b38e627444b084de44.pdf).

Auch das BFE gibt zu, dass die Ertragsprognosen von WKA teilweise mit Unsicherheiten bis zu 30 % behaftet sind, und nach einer Studie der SIG wurde bei 6 von 7 Projekten der Ertrag zu optimistisch geschätzt. Ein sensationelles Anschauungsbeispiel liefert der von Doris Leuthard persönlich eingeweihte Windpark Gries VS. 2018 lag der Leistungsfaktor bei auch für die Schweiz rekordtiefen 6.49%, 2017 bei 9.5% (Quelle: wind-data.ch).

Vielen Dank für den Beitrag, der zeigt, dass auch in Baden-Württemberg die Auslastung bei unter 20% und damit ähnlich niedrig liegt wie im Schwachwindland Schweiz. Unklar sind mir aber die Zahlen zur Planungsreferenz. Worauf beziehen sich diese, sind das Angaben des Herstellers unter Sollbedingungen? Man müsste aber die konkreten, auf Windmessungen basierten Planwerte heranziehen. Auch diese konkreten Planwerte der Betreiber liegen meist deutlich über den tatsächlichen Produktionswerten. Verenafohren bei SH produzierte 2018 trotz überdurchschnittlichen Windbedingungen um 18% weniger Strom als geplant (https://www.ee-news.ch/de/wind/article/40424/windpark-verenafohren-erwartet-trotz-mittelmassigem-jahresertrag-ausgeglichenes-jahresergebnis-2018). Siehe dazu auch den Fachkommentar "Windhöffigkeit 2018 am Standort der Windkraftanlage Verenafohren" von Dipl. Math. Ulrich Murschall (https://docs.wixstatic.com/ugd/b48525_96b6649385f046b38e627444b084de44.pdf). Auch das BFE gibt zu, dass die Ertragsprognosen von WKA teilweise mit Unsicherheiten bis zu 30 % behaftet sind, und nach einer Studie der SIG wurde bei 6 von 7 Projekten der Ertrag zu optimistisch geschätzt. [b]Ein sensationelles Anschauungsbeispiel liefert der von Doris Leuthard persönlich eingeweihte Windpark Gries VS. 2018 lag der Leistungsfaktor bei auch für die Schweiz rekordtiefen 6.49%, 2017 bei 9.5%[/b] (Quelle: wind-data.ch).
Gäste - Philippe Huber am 08.05.2019
Das stimmt alles, aber was dann?

Spätestens in 20 Jahren, müssen wir einen Ersatz für die noch laufenden KKW in Frankreich und in der Schweiz haben, Dank der Strommarktliberalisierung sind die Stromversorger in Europa (die Schweiz gehört auch dazu) nur noch bereit in Kraftwerken zu investieren, die garantiert einen Gewinn abwerfen! Bei Gas- oder Kohlekraftwerken sind wegen der Unsicherheiten betr. CO2 Bepreisung die Risiken zu gross. Bei Kernkraftwerken ist die aktuelle Technologie zu teuer oder findet keine Akzeptanz in der Bevölkerung. Welche Strategie schlägt CCN als Alternative vor?

Spätestens in 20 Jahren, müssen wir einen Ersatz für die noch laufenden KKW in Frankreich und in der Schweiz haben, Dank der Strommarktliberalisierung sind die Stromversorger in Europa (die Schweiz gehört auch dazu) nur noch bereit in Kraftwerken zu investieren, die garantiert einen Gewinn abwerfen! Bei Gas- oder Kohlekraftwerken sind wegen der Unsicherheiten betr. CO2 Bepreisung die Risiken zu gross. Bei Kernkraftwerken ist die aktuelle Technologie zu teuer oder findet keine Akzeptanz in der Bevölkerung. Welche Strategie schlägt CCN als Alternative vor?
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Di. 18. Jun. 2019

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