Eine Übung im magischen Denken

Eine Übung im magischen Denken

Im vergangenen März veröffentlichte das Manhattan Institute einen Report mit dem Titel "The New Energy Economy: An Exercise In Magical Thinking", von Mark P. Mills. 

Es ist bemerkenswert, dass dieser noch einmal die Gründe aufzeigt, warum jegliche Energiewende eine gefährliche Illusion bleiben muss.
Eine Übersetzung der Zusammenfassung ist unten aufgeführt. Bitte beachten Sie auch das nachfolgende Video zum Text.


Manhattan Institute
Green Energy Revolution Can't Meet America's Energy Demands

Progressive policymakers promote the idea that America is on the verge of a green revolution, akin in size and scope to Silicon Valley's technological revolution, that will dramatically reduce or eliminate hydrocarbon use within the near future — but in reality, this is not scientifically.

Zusammenfassung

Seit Jahrzehnten wächst eine Bewegung, die auf die Substitution von fossilen Brennstoffen abzielt, die zusammen 84% der weltweiten Energieversorgung ausmachen.

Es begann mit der Angst, dass uns das Öl ausgeht. Aufgrund des Klimawandels und anderer Umweltbelange ist inzwischen diese Angst dem Glauben gewichen, dass die Gesellschaft nicht mehr tolerieren kann, weiterhin Öl, Erdgas und Kohle zu verbrennen – Fossile, die alle immer noch reichlich vorhanden sind.

Bislang machen Windkraft, Solar und Batterien — die bevorzugten Alternativen zu fossilen Kohlenwasserstoffen — etwa 2% der weltweiten und 3% der amerikanischen Energieversorgung aus. Nichtsdestotrotz gewann eine verwegene neue Behauptung an Popularität, nämlich, dass wir an der Schwelle zu einer technologiegetriebenen Energierevolution stehen, die nicht nur alle Kohlenwasserstoffe schnell ersetzen könne, sondern auch unvermeidlich sei.

Diese "neue Energiewirtschaft" basiert auf dem Glauben — einem Kernstück des Green New Deal und anderer ähnlicher Vorschläge, sowohl in den USA als auch in Europa —, dass die Technologien der Wind- und Solarenergie sowie der Batteriespeicherung eine ähnliche zerschlagende Entwicklung auslösen werde, die, wie in den Bereichen Computer und Kommunikation, zur einschneidenden Senkung der Kosten und Steigerung der Effizienz führen wird.

Aber diese Analogie verblasst in fundamentalen, physikalisch begründeten Unterschieden zwischen Systemen, die Energie produzieren und solchen, die Informationen generieren.

In der Welt von Menschen, Autos, Flugzeugen und Fabriken haben wachsende Bedürfnisse sowie steigende Geschwindigkeiten oder Leistungen als Folge, dass Hardware erweitert werden muss und nicht reduziert werden kann. Die Energie, die benötigt wird, um eine Tonne Menschen zu bewegen, eine Tonne Stahl oder Silizium zu erhitzen, oder eine Tonne Nahrung anzubauen, wird durch Eigenschaften der Natur bestimmt, deren Grenzen durch die Gesetze der Schwerkraft, Trägheit, Reibung, Masse und Thermodynamik festgelegt sind, und nicht durch clevere Software.

Dieses Papier beleuchtet die Physik der Energie, um zu veranschaulichen, warum es keine Möglichkeit gibt, dass die Welt auf kurze Frist eine Wende zu einer "neuen Energiewirtschaft" vollzieht, oder vollziehen kann.

Neue AKW rechnen sich nicht?
Vorstellungen über CO2-Zielvorgaben: mutiert Bunde...
 
Mario Corti am 01.09.2019
Mehr als lesenswert !

Der Beitrag von Mark P. Mills besticht durch klare Gedankenfuehrung und konzise Sprache. Mills weist auf die physikalisch vorgegebenen Limiten fuer die Nutzung von Windkraft (Betz Limit) und Solarenergie (Shockley-Queisser Limit) hin - und darauf, dass man heute rein technisch schon recht nahe bei diesen Limiten angelangt ist. Zwar wird es weitere Verbesserungen geben, aber eben nur noch asymptotische - zehnfache Steigerungen wird es in Zukunft nicht mehr geben. Mills legt ueberzeugend dar, dass es mehr als fragwuerdig ist, fuer Energiesysteme Durchbrueche zu prognostizieren, wie sie in der Informationstechnologie erreicht wurden und immer noch erreicht werden: "bits" sind nun einmal nicht "bricks".

Eine grosse Staerke des Artikels sind die zahlreichen und einleuchtenden Beispiele fuer die bei einer "Energiewende" zu beachtenden Groessenordnungen. Die 19 Seiten des Beitrags sind auch ohne Zusammenfassung leicht lesbar. Der Autor selbst liefert ein "Executive Summary" auf Seite 4 des Artikels.

Der Beitrag von Mark P. Mills besticht durch klare Gedankenfuehrung und konzise Sprache. Mills weist auf die physikalisch vorgegebenen Limiten fuer die Nutzung von Windkraft (Betz Limit) und Solarenergie (Shockley-Queisser Limit) hin - und darauf, dass man heute rein technisch schon recht nahe bei diesen Limiten angelangt ist. Zwar wird es weitere Verbesserungen geben, aber eben nur noch asymptotische - zehnfache Steigerungen wird es in Zukunft nicht mehr geben. Mills legt ueberzeugend dar, dass es mehr als fragwuerdig ist, fuer Energiesysteme Durchbrueche zu prognostizieren, wie sie in der Informationstechnologie erreicht wurden und immer noch erreicht werden: "bits" sind nun einmal nicht "bricks". Eine grosse Staerke des Artikels sind die zahlreichen und einleuchtenden Beispiele fuer die bei einer "Energiewende" zu beachtenden Groessenordnungen. Die 19 Seiten des Beitrags sind auch ohne Zusammenfassung leicht lesbar. Der Autor selbst liefert ein "Executive Summary" auf Seite 4 des Artikels.
Gäste - Philippe Huber am 02.09.2019
Das ist vermutlich richtig und welche Schlüsse muss man daraus ziehen?

Man nimmt in Kauf, dass es in diesem Jahrhundert ein paar Grad wärmer auf der Erde mit allen unabsehbaren Konsequenzen wird, oder man forciert die Entwicklung neuartiger Reaktortypen, um den riesigen Energiebedarf der 8 und bald 10 Milliarden Menschen möglichst CO2 frei zu decken.
Aber das ist leider bei unseren Politikern, weder in der EU noch in der Schweiz, angekommen.
Gut, dass es das CCN gibt, um in der Schweiz daran zu arbeiten!

Man nimmt in Kauf, dass es in diesem Jahrhundert ein paar Grad wärmer auf der Erde mit allen unabsehbaren Konsequenzen wird, oder man forciert die Entwicklung neuartiger Reaktortypen, um den riesigen Energiebedarf der 8 und bald 10 Milliarden Menschen möglichst CO2 frei zu decken. Aber das ist leider bei unseren Politikern, weder in der EU noch in der Schweiz, angekommen. Gut, dass es das CCN gibt, um in der Schweiz daran zu arbeiten!
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