Klimadebatte: Alarmismus auf Grund irreführender Daten II

Klimadebatte: Alarmismus auf Grund irreführender Daten II

Dipl. Ing. ETH Ferruccio Ferroni zur Klimadebatte​


Können Klimamodelle die zukünftige Erdtemperatur prognostizieren?

Einführung

In unserem früheren Beitrag („Wie misst man die globale Erderwärmung?")haben wir die Ausgangslage dieser Debatte dargelegt und gezeigt, wie die Bürger durch die Angaben von MeteoSchweiz bezüglich Entwicklung der globalen Erdtemperatur in die Irre geführt werden. Eine weitere Methode, um den Klima-Alarmismus zu schüren, besteht darin, die rechnerischen Resultate der Klima-Modelle als reale Werte darzustellen. Im IPCC-Bericht von 2001 wurde zu dieser Frage ganz klar festgehalten: „Das Klimasystem ist ein rückgekoppeltes, nichtlineares chaotisches System. Langfristige genaue Vorhersagen von zukünftigen Klimazuständen sind daher nicht möglich."Es ist evident, dass das nichtlineare, mit rund 20 verschiedenen Parametern gekoppelte, chaotische Klima-System praktisch nicht kalkulierbar ist.

Sollte in Zukunft die globale Erdtemperatur abnehmen – und es gibt ernstzunehmende Hinweise dafür – dann, müsste das Dogma von der mensch-gemachten Klimaerwärmung revidiert werden.

Meteo-Schweiz vermischt Lokaltemperaturdaten mit Globaldaten

Abb. 1 zeigt die Darstellung von MeteoSchweiz. Es handelt sich um einen Vergleich von gemessenen Bodendaten (keine Satellitendaten) mit den Computer-Klima-Modellen. Die Graphik will eine signifikante Korrelation nachweisen. Wie willkürlich solche Computer-Modelle sind, ist aber nur schon daraus ersichtlich, dass es weltweit mehr als 100 davon gibt. Die Endresultate, unter Berücksichtigung der vielen Parameter, können um 2 °C streuen. Somit kann jeder Forscher das ihm passende auswählen.

Die 4 gelben Punkte in der Grafik repräsentieren die 4 höchsten Temperaturen, die von MeteoSchweiz in den letzten 8 Jahren gemessen wurden (siehe „Wie misst man die globale Erderwärmung" vom 28 Okt. 2019) Sie sollen beweisen, dass Computermodelle und Messungen übereinstimmen. Mit andern Worten wird dem Laien suggeriert, dass Computer-Modelle zuverlässig sind!

Abb. 1: Vergleich der Berechnungsresultate AR4 CMIP3 mit Bodendaten und CH-Mittelwerte


Wir sind der Meinung, dass eine solche Vermischung nicht zulässig sei.

Die Position der NIPCC-SUISSE: Keine Übereinstimmung zwischen Computer-Rechnungen und gemessener Globaltemperatur

Abb. 2 zeigt einen ähnlichen Verlauf wie Abb. 1, aber jetzt handelt es sich nicht um Bodendaten, sondern um Temperaturen, die durch Satelliten und Wetterballone gemessen wurden. Zusätzlich wurde der Mittelwert von 102 IPCC- Modellen eruiert. Die Temperaturdaten ab 2015 sind abnehmend. Ende 2019 wäre der Unterschied zwischen Mittelwert der Rechnungen und Messdaten 0.7 °C . Aus dieser Abweichung schliessen wir, dass es keine Übereinstimmung gibt zwischen Computer-Modellen und Temperatur-Messungen.

Abb. 2: Vergleich der Berechnungsresultate aus 102 Modellen mit Satelliten und Wetterballon-Globaltemperaturen


Die Defizite der Klima-Modelle sind bereits seit mehr als 20 Jahren bekannt und wurden auch von NIPCC kritisiert. Wir erwähnen hier zwei Klimawissenschaftler, die während vieler Jahre in der Mainstream-Gruppe der Klimatologen tätig waren und deswegen als Insider gelten. Sie haben kürzlich in zwei Veröffentlichungen die "Mainstream-Klimatheorie" scharf kritisiert.

Dr. Mototaka Nakamura hat seine Stellungnahmen unter dem Titel "Confessions of a climate scientist – The Global Warming Hypothesis is an unproven Hypothesis" publiziert (Kindle-2019, siehe Beilage Confessions-Nakamura). Der Hauptteil wurde ursprünglich für Japaner geschrieben. Dann hat Dr. Nakamura einen neuen Teil auf Englisch angefügt. Es geht ihm darum, die "betrügerischen Behauptungen" der "mainstream climate science community" nachzuweisen und zu denunzieren.

Dr. Nakamura hat rund 30 Jahre auf dem Gebiet der Klima-Simulationen an verschiedenen Hochschulen der USA gearbeitet und 19 Paper (peer-reviewed) veröffentlicht. Seit einigen Jahren gehört er nicht mehr zu der Gruppe der Mainstream-Klimatologen zu denen z.B. die Professoren Stocker und Knutti gehören.

Die kritisierten Hauptfehler der IPCC Klima-Modelle bezüglich der Klima-Prognosen sind:

  • Es stimmt nicht, dass die auf die Erdoberfläche eingestrahlte Sonnenenergie konstant ist. Die in der Fachsprache mit TSI (Total Solar Irradiance) bezeichnete Sonnenleistung kann bis zu 2 Watt pro Quadratmeter variieren. In späteren Beiträgen werden wir nachweisen, wie bestimmend solche Variationen für das Klima sind.
  • Dr. Nakamura bezeichnet die Modelle für die Berechnungen des Einflusses der Meere als "Micky-Mouse-Modelle". Die Meere speichern und transportieren grosse Energiemengen aus tropischen in hohe Breiten (z.B.Golfstrom), umgekehrt gelangen kalte Strömungen in tropische Regionen.Die Meere sind viel wichtiger als die Atmosphäre, da sie im Vergleich zur Atmosphäre viel mehr Wärmespeicherkapazität aufweisen. Wenn zusätzlich Wasserdichte und Salzgehalt mitberücksichtigt werden, entstehen derart komplexe Phänomene, dass sie numerisch mit den heutigen Supercomputern nicht zu erfassen sind  (siehe Beilage Confessions-Nakamura, Appendix - Abschnitt 2).
  • Durch die als konstant angenommene Sonnenleistung entsteht noch eine weitere Verfälschung bezüglich der sogenannten "Eis-Albedo-Rückkoppelung". Dabei geht es um die Einflüsse der Nordpol-Regionen.
  • Das Zusammenspiel und die gegenseitigen Abhängigkeiten der natürlichen und anthropogenen Treibhausgase wie z.B. Wasserdampf, Kohlendioxid und Strahlungsantrieb sind sehr komplex. Die heutigen eingesetzten Computermodelle sind dafür ungeeignet. Theorien, wonach bei steigender Temperatur mehr Wasser verdampfe und es durch den zunehmenden Wasserdampfgehalt der Atmosphäre zu weiterem Temperaturanstieg komme, sind irreal. Ich wurde an der ETH in Meteorologie geprüft. Damals wurde uns gelehrt, dass auf mehr Verdunstung Regen folgt, d.h. das System ist nicht linear. Auch der em. Prof. Dr. Richard Lindzen vom MIT schreibt: Das ist physikalisch vollkommen absurd. In der Natur geht eine höhere Verdunstung immer mit mehr Niederschlag einher. Zudem kann eine höhere Verdunstung niemals zu einem höheren Wasserdampfgehalt in Lufthöhen von drei Kilometern führen. Und genau dort ist die kritische Grenze, da Wasserdampf zwischen 3 km und der Tropopause den Treibhauseffekt dominiert. (siehe Beilage Confessions-Nakamura, Appendix -Abschnitt 3)
  • Zudem erfassen die Klimamodelle die Rolle der Wolken nur ungenau.

Dr. Rex Fleming, der früher lange Jahre Wissenschaftler bei der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) war, hat einen Preis von der NOAA als Wissenschaftler der Atmosphäre erhalten. Er wird ein kritischen Buch "The Rise and Fall of the Carbon Dioxide Theory of Climate Change (2019) " gegen die Hypothese der IPCC veröffentlichen. Darüber werden wir nach der Veröffentlichung referieren.

Sowohl Dr. Nakamura wie auch Dr. Fleming vertreten dezidiert die Auffassung, dass die Hypothese der globalen Erwärmung durch menschliche Aktivität nicht bewiesen ist.

Fazit

In der Presse und in verschiedenen Blogs gibt man sich überzeugt, dass der Mensch den heutigen Klimawandel verursache und dazu noch, dass nur wenige Forscher das infrage stellen. Diese Übermacht der Zahl heizt die Unheils-Erwartungen natürlich an und weckt Klima-Kollaps-Phantasien. Das IPCC sagt aber selber, dass die errechneten Computer-Modelle nicht als Prognosen zu verstehen seien. Man kann sich fragen, warum dies verschwiegen und die Bevölkerung so in die Irre geführt wird. Geht es um Geldinteressen der Mainstream-Klimatologen und all jener, die mit der CO2-Steuer lukrative Geschäfte machen? Um so mehr gibt das Urteil des Top-Experte der Klima-Forschung, Dr. Nakamura, zu denken, der, gestützt auf seine detaillierten wissenschaftlichen Studien zum Schluss kommt, es handle sich dabei um "Micky-Mouse-Modelle", was er anhand einer langen Liste von Fehl-Annahmen nachweist.

F. Ferroni , Dipl.Ing.ETH
Präsident NIPCC-SUISSE

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Gäste - Philippe Huber am 25.11.2019
Hoffentlich hat Dr. Nakamura recht, da der CO2-Anteil in der Erdatmosphäre stetig steigt

Die IPCC Grafiken sind auch keine Prognosen, sondern nur mögliche Szenarien. Und sie zeigen alle nur in eine Richtung. Aber vielleicht kann Dr. Nakamura auch beweisen, dass dank dieser Zunahme die Erdtemperatur in Zukunft abnehmen wird ...

Die IPCC Grafiken sind auch keine Prognosen, sondern nur mögliche Szenarien. Und sie zeigen alle nur in eine Richtung. Aber vielleicht kann Dr. Nakamura auch beweisen, dass dank dieser Zunahme die Erdtemperatur in Zukunft abnehmen wird ...
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Sa. 14. Dez. 2019

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